Warum eine spezialisierte Ortung den Unterschied macht.
Ein nasser Fleck an der Decke verrät selten, wo das Leck wirklich sitzt. Wasser folgt der Schwerkraft, der Bauphysik und den Wegen des geringsten Widerstands – und tritt oft meterweit entfernt von seiner Ursache aus. Wer hier mit Bauchgefühl und Stemmhammer arbeitet, verursacht in der Regel mehr Schaden als das Leck selbst.
LESA arbeitet bei der Leckageortung gezielt mit der Jacob Messtechnik GmbH zusammen – einer Firma, die ausschließlich ortet und nichts anderes. Diese Trennung ist gewollt: Wer sich auf eine Disziplin konzentriert, wird darin besser als alle anderen. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Treffgenauigkeit als bei klassischen Allround-Anbietern, die zwischen Trocknung, Sanierung und Ortung jonglieren.
So gehen wir vor.
Jede Ortung beginnt mit einer kurzen Anamnese vor Ort: Wann ist der Schaden aufgetreten? Welche Bauteile sind betroffen? Welche Leitungen verlaufen wo? Diese Informationen entscheiden über das passende Verfahren – wir setzen nicht alles ein, sondern das Richtige.
Thermografie
Mithilfe moderner Wärmebildkameras machen wir unsichtbare Feuchtigkeits- und Wärmeverluste sichtbar. Die Thermografie ist eine zerstörungsfreie Methode zur präzisen Ortung von Wasserschäden, Wärmebrücken und undichten Leitungen hinter Wänden, Böden und Decken – ohne einen einzigen Schnitt in Ihrem Gebäude. Ideal als erster Schritt bei unklarem Schadensbild.
Spürgasdetektion
Ob Warmwasser-, Kaltwasser- oder Heizungsleitung, ob im Gebäude oder im Erdreich verlegt – die Spürgasdetektion findet jede Leckage zuverlässig und präzise. Ein ungiftiges, nicht brennbares Prüfgas (Wasserstoff-Stickstoff-Gemisch) wird in die betroffene Leitung eingeführt und tritt an der Schadenstelle aus. Ein hochempfindlicher Detektor spürt selbst kleinste Gasmengen an der Oberfläche auf und führt uns millimetergenau zur Leckage – ganz ohne großflächige Aufbrucharbeiten.
Besonders bewährt hat sich das Verfahren bei Fußbodenheizungen, Heizkörperanbindungen sowie erdverlegten Außenleitungen, wo andere Methoden an ihre Grenzen stoßen.
Leckgeräusch-Analyse
Undichte Leitungen erzeugen charakteristische Geräusche, die für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar sind. Unsere hochsensiblen akustischen Messgeräte nehmen diese Schallwellen auf und werten sie aus. Durch gezielte Messpunkte entlang der Leitungsführung kann die Leckstelle auch bei tiefliegenden oder verdeckten Rohren präzise lokalisiert werden – schonend, schnell und zuverlässig.
Videoendoskopie
Mit flexiblen Endoskopkameras schauen wir direkt in Rohre, Hohlräume und Installationsschächte – ganz ohne Aufstemmarbeiten. Die Videoendoskopie liefert ein Live-Bild des Rohrinneren und zeigt Risse, Ablagerungen oder Fremdkörper exakt dort, wo sie sich befinden. Das Ergebnis: eine präzise Diagnose, minimaler Aufwand und eine lückenlose Dokumentation für Versicherungen und Gutachter.
Rohrkamera-Untersuchung
Unsere Rohrkameras fahren selbst durch enge und verwinkelte Leitungen und liefern hochauflösende Aufnahmen direkt aus dem Rohrinneren. Schäden wie Haarrisse, Rohrbrüche, Wurzeleinwuchs oder Korrosion werden sicher erkannt und dokumentiert. Die Aufnahmen werden Ihnen als Videoprotokoll übergeben – als Nachweis für Versicherungen, Hausverwaltungen oder Behörden.
Färbemittel
Beim Färbemittelverfahren wird ein ungiftiger, wasserlöslicher Farbtracer in das Rohrsystem oder in Revisionsöffnungen eingebracht. Tritt das Färbemittel an einer anderen Stelle aus, zeigt es den Weg des Lecks oder den Verlauf von verdeckten Wasserwegen auf. Die Methode ist einfach, kostengünstig und besonders wirkungsvoll zur Ortung von Abwasserlecks, Drainagefehlern und oberflächennahen Wasserwegen.
Tonfrequenz-Analyse
Metallische Leitungen – ob Kupfer, Stahl oder Gusseisen – lassen sich mit der Tonfrequenz-Analyse berührungslos und punktgenau orten, selbst wenn sie tief im Estrich, im Erdreich oder hinter Verkleidungen verborgen liegen. Ein Sendesignal wird in die Leitung eingespeist; das entstehende elektromagnetische Feld wird oberirdisch von einem Empfänger aufgenommen und ausgewertet. So lässt sich der genaue Leitungsverlauf Zentimeter für Zentimeter nachverfolgen und in einem Plan dokumentieren.
Das Verfahren schützt vor kostspieligen Fehlbohrungen, unerwarteten Beschädigungen bei Umbauarbeiten und ist unverzichtbar, wenn Leitungspläne fehlen oder nicht mehr aktuell sind.
Feuchtigkeitsmessung
Versteckte Feuchtigkeit in Wänden, Böden oder Decken bleibt oft jahrelang unentdeckt – und wird dabei teuer. Zur Beurteilung des Schadenumfangs messen wir zerstörungsfrei, wo Nässe sitzt, wie tief sie eindrang und wie weit sie sich ausgebreitet hat. Alle Ergebnisse werden als vollständiger Messbericht dokumentiert – anerkannt von Versicherungen, Gutachtern und Gerichten.
Unser Anspruch: Klarheit, ohne Kollateralschaden. Die kleinstmögliche Öffnung, die größtmögliche Treffsicherheit.
Was Sie davon haben.
- Schnelle Klarheit. Die meisten Ortungen sind binnen weniger Stunden abgeschlossen. Sie wissen am selben Tag, was los ist.
- Weniger Folgeschaden. Keine offenen Wände auf Verdacht. Was wir öffnen, öffnen wir gezielt – und nur, wenn die Messtechnik es nicht ohnehin schon gezeigt hat.
- Versicherungsfertige Dokumentation. Foto-Bericht, Messprotokoll, Bauteilbezeichnung – fertig zur Einreichung. Die Schadensregulierung kann sofort starten.
- Direkte Anschlussfähigkeit. Sobald die Ursache klar ist, übernehmen wir bei LESA nahtlos die nächsten Schritte: Trocknung, Sanierung, Abwicklung.
Versicherung & Abrechnung.
Die Leckageortung stellt bei versicherten Leitungswasserschäden regelmäßig einen Bestandteil der erstattungsfähigen Schadenminderungsmaßnahmen dar. Über eine Abtretungserklärung kann die Abrechnung direkt mit dem Versicherer erfolgen, sodass für Sie in der Regel keine Vorleistung erforderlich ist. Wir übernehmen die vollständige technische Dokumentation des Schadenfalls und stellen alle für die Regulierung notwendigen Nachweise strukturiert zur Verfügung.
Häufige Fragen.
Eine Standard-Leckageortung im Wohnungsbereich dauert in der Regel zwischen einer und drei Stunden. Komplexere Schadensbilder mit mehreren möglichen Ursachen können einen halben Tag in Anspruch nehmen. Im Anschluss erhalten Sie binnen 24 Stunden den digitalen Ortungsbericht.
Die Kosten für eine Leckageortung liegen in den meisten Fällen bei etwa 400 €. Der genaue Aufwand richtet sich nach Schadensbild, Zugänglichkeit und den erforderlichen Ortungsverfahren.
Zusätzliche Leistungen — beispielsweise Freilegungsarbeiten, Notreparaturen, Demontagearbeiten oder weiterführende Untersuchungen — werden nur nach vorheriger Abstimmung durchgeführt und gesondert berechnet.
Bei einem versicherten Wasserschaden übernimmt die Gebäudeversicherung die Kosten in der Regel vollständig — wir rechnen direkt mit ihr ab.
Ja. Bei einem gemeldeten Leitungswasserschaden ist die Leckageortung Teil der Schadensregulierung. LESA übernimmt auf Wunsch die komplette Kommunikation mit der Versicherung und rechnet per Abtretungserklärung direkt ab – Sie strecken nichts vor.
Thermografie macht Temperaturunterschiede in Wänden und Böden sichtbar – ideal für Warmwasserleitungen und Heizungsleckagen. Die Spürgasdetektion füllt das Leitungssystem mit einem unschädlichen Prüfgas (Stickstoff/Wasserstoff), das durch geschlossene Bauteile diffundiert und punktgenau geortet werden kann – das Mittel der Wahl bei Kaltwasser-, Heizungs- und erdverlegten Leitungen.
In der Praxis kombinieren wir beide Verfahren oft: Thermografie zur Eingrenzung, Spürgas zur Punktgenauigkeit.